Der Bergpfarrer Extra 10 – Heimatroman. Toni Waidacher

Der Bergpfarrer Extra 10 – Heimatroman - Toni Waidacher


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hob ihre Reisetasche auf. »Dann such’ ich jetzt mal mein Zimmer auf. Kann man sich bei Ihnen abends irgendwo hinsetzen und was trinken?«

      »Ja, im Aufenthaltsraum. Das steht auch der Fernseher, außerdem können S’ sich am Kaffeeautomaten bedienen. Sie finden dort auch Mineralwasser und andere gekühlte Getränke.«

      »Gut zu wissen. Danke. Wenn S’ mir vielleicht noch erklären können, wie ich gehen muss, damit ich den Asternweg find’.«

      Marion beschrieb ihr den Weg, dann stieg Lena die Treppe empor und betrat gleich darauf das Zimmer. Es war geräumig und sehr sauber.

      Sie stellte die Reisetasche auf den kleinen Tisch in der Ecke, an dem zwei kleine Sessel standen, schaute in den Schrank und ins Badezimmer und war zufrieden.

      Sie begann die Reisetasche auszuräumen, verstaute ihre Kleidung und die Unterwäsche im Schrank und trug die Toilettenartikel ins Badezimmer. Schließlich zog sie sich aus und stellte sich unter die Dusche. Das warme Wasser war wohltuend, und nachdem sie geduscht und sich abgetrocknet hatte, fühlte sie sich wie neu geboren.

      Lena zog sich frische Sachen an, kämmte sich die Haare durch und band sie wieder zu einem Pferdeschwanz zusammen. Sie warf einen Blick in den großen Spiegel, an der der Badezimmertür gegenüber liegenden Wand, – und war zufrieden. Das mit Blumen bedruckte, knöchellange Sommerkleid, das sie sich angezogen hatte, verschaffte sowohl ihrer schlanken Taille als auch ihren weiblichen Proportionen vorteilhaft Geltung.

      Ein Blick auf die Uhr sagte ihr, dass es auf sechzehn Uhr zuging. Sie trat ans Fenster heran und schaute hinunter. Auf der Straße waren nur wenige Menschen. Lena wandte sich ab und verließ das Zimmer.

      *

      Sie nahm den Weg, den ihr Marion Trenker beschrieben hatte, und fand den Asternweg sowie das Haus mit dem Heiligen Florian in der Nische über der Haustür. Es war ein großes Haus mit einem umlaufenden Balkon, an dem auch schon die Blumenkästen bepflanzt waren. Allerdings zeigten sich erst wenige Blüten.

      Lena wurde klar, warum Jannik während ihrer Studienzeit immer so sehr vom Wachnertal und von St. Johann geschwärmt hatte. Dieser Flecken Erde konnte für einen Menschen, der mit sich selbst im Reinen war, das Paradies auf Erden darstellen.

      Sie fragte sich, ob er wohl zu Hause war und wie sehr er überrascht sein würde, wenn sie plötzlich vor seiner Haustür stand. Sie gab sich einen Ruck, entschlossen öffnete sie die Hoftür, ging über einen mit Betonplatten ausgelegten Weg, der beim Haus endete, und las die Namen auf den beiden Klingelschildern.

      Zweimal stand da J. Rehfeldt. Etwas unschlüssig verharrte sie.

      Da erklang eine Stimme: »Wen suchen S’ denn, junge Frau?«

      Lena drehte den Kopf und sah rechterhand bei der Hausecke eine Frau stehen, die eine blaue Wickelschürze trug und ungefähr Mitte fünfzig sein mochte. Die dunklen Haare hatte sie am Hinterkopf zusammengesteckt.

      »Grüß Gott«, rief Lena, die ahnte, dass sie Janniks Mutter vor sich hatte. »Mein Name ist Lena Dorner. Ich wollt’ zum Jannik. Wir haben zusammen studiert, und er hat mir damals von seiner Heimat derart vorgeschwärmt, dass ich mich endlich entschlossen hab’, ein paar Tage Urlaub in St. Johann zu machen.«

      Kerstin Rehfeldt kam langsam näher. »Lena Dorner …« sinnierte sie halblaut. »Ich glaub’, ich kann mich erinnern, dass der Jannik diesen Namen einige Male erwähnt hat.« Sie war heran und reichte Lena die Hand. »Ich bin seine Mutter. Mein Name ist Kerstin. Grüß Gott. Wo kommen S’ denn her?«

      »Ich leb’ in Regensburg.« Sie wies auf die Klingel. »Ich hab’ net gewusst, wo ich läuten soll. Zweimal steht da J. Rehfeldt.«

      Kerstin lachte. »Das J. auf dem unteren Schild steht für Josef. Das ist mein Mann. Der Bub bewohnt die Wohnung in der ersten Etage. Leider ist er net daheim. Er ist mit seiner Verlobten, der Franzi, irgendwo in den Bergen unterwegs.«

      Lenas Blick flackerte. »Der Jannik ist verlobt?«

      »Ja, seit gestern«, antwortete Kerstin Rehfeldt lachend. »Am Besten, Frau Dorner, Sie rufen den Jannik heut’ Abend an. Da ist er auf jeden Fall daheim.«

      »Ich hab’ seine Telefonnummer net«, gab Lena zu verstehen. »Ist ja auch egal. Ich bin ja bis zum nächsten Sonntag hier. Es ist für mich kein Problem, abends mal vorbeizuschauen.«

      »Ich kann Ihnen seine Handynummer geben«, sagte Janniks Mutter. »Oder noch besser, geben S’ mir Ihre. Dann kann der Jannik mit Ihnen Kontakt aufnehmen.«

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