Flat Friedrich. Serge Elia Lomi
ich mit einer Hand die Brüstung fest umklammerte, stieß ich mit der anderen Hand durch die Dunkelheit. Südlich meines pulsierenden Herzens hörte ich meine Tochter keuchen. Ich spürte den Luftzug ihrer Finger, die nach meinen tasteten. Gleich, in Sekunden, würde ich ihre Hand greifen und zu mir hochziehen, an mein tobendes Herz, und ich würde sie niemals mehr einen Schritt alleine gehen lassen, nein, keinen einzigen ... Ein Grinsen zerriss mein in eiserner Konzentration befindliches Gesicht, in welchem der Schweiß eine Pfütze zu bilden schien. Ich kam mir plötzlich stark und mächtig vor, ich war ein Held.
„Was ist denn hier los?!“
Agatha, meine Frau, betrat die Bühne. Sie hatte ein untrügliches Gespür für den richtigen Moment. Ihr Auftritt verlieh der Szene zusätzliche Dramatik. Die Nachbarn in den umliegenden Fenstern bewegten die Hand an den Mund, der ein Loch des Entsetzens in die Nacht riss ...
Ich warf einen Blick auf meine Frau, die sich einen Bademantel angezogen hatte. Sie schnürte ihn gerade zu und tat dies mit einer Sorgfalt, die im Zusammenhang der Szene, die sie noch zu erfassen suchte, surreal anmutete. Ihr suchender Blick blieb schließlich an dem meinen hängen.
Als das Erkennen in ihre Augen trat, als sie mich und Felicitas da hängen sah, umwoben von nachtschwarzer und abgründiger Dunkelheit, blieb der Schrei in ihrer Kehle stecken. Meiner auch. Nur Felicitas’ Schrei trieb durch die Nacht.
Während sie fiel, neun Stockwerke tief.
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