STAYONFIRE. Thaddäus Schindler
THADDÄUS SCHINDLER
STAYONFIRE
WIE DEIN GLAUBE IM ALLTAG SEIN FEUER BEHÄLT
Wenn nicht anders angegeben, sind die Bibelstellen dem Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung – Neues Testament und Psalmen entnommen. Copyright © 2011 Genfer Bibelgesellschaft.
Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.
Die weiteren verwendeten Bibelzitate sind wie folgt gekennzeichnet:
NLB – Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 und 2006
SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Witten/Holzgerlingen.
ELB – Elberfelder Bibel 2006, © 2006 by SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Witten/Holzgerlingen.
S. 69: „Oceans (Where Feet May Fail)“
Text & Melodie: Salomon Ligthelm & Joel Houston & Matt Crocker
Dt. Text: Martin Bruch
© 2012 Hillsong Music Publishing
Für D, A, CH: CopyCare Deutschland, Holzgerlingen
S. 148: „Raise A Hallelujah“ von Jake Stevens, Jonathan David Helser, Melissa Helser, Molly Skaggs
Bethel Music Publishing adm. by Small Stone Media Germany.
Trotz intensiver Recherche konnten nicht alle Rechteinhaber ermittelt werden. Der Verlag dankt für Hinweise.
© 2020 Brunnen Verlag GmbH, Gießen
Lektorat: Konstanze von der Pahlen
Umschlagfoto: Joél Overbeck
Umschlaggestaltung: Daniela Sprenger
Satz: DTP Brunnen
Druck: Finidr, Tschechien
ISBN Buch 978-3-7655-0736-6
ISBN E-Book 978-3-7655-7170-1
Für das Team hinter STAYONFIRE.
Ihr seid für mich die wahren Helden der Plattform.
Gemeinsam leben wir unseren Traum,
Menschen im Glauben zu ermutigen.
INHALT
Die Richtung ist wichtiger als die Geschwindigkeit
Es zeigt Stärke, Schwäche zu zeigen
Dankbarkeit überwindet Traurigkeit
Wo Glaube ist, da ist auch Gebet
Wie schnell bist du bei Plan B?
Für die Vision, dich zu ermutigen
EINLEITUNG
WENN GLAUBE FEUER FÄNGT
Berlin, Februar 2012. Tim humpelt die großen Stufen der aufgeheizten Straßenbahn hinauf. Es ist ein kalter und rauer Freitagmorgen. Draußen wird es allmählich heller. Die Umrisse der eintönigen Stadtgebäude, die vor Kurzem noch in schwarze Dunkelheit gehüllt waren, nehmen langsam wieder Gestalt an. Berlin erwacht zum Leben.
Die rote Lampe über der geöffneten Straßenbahntür rechts neben mir beginnt zu blinken. Ein nervtötendes Warnsignal erklingt. Die automatisch gesteuerten Türen schließen sich. Ich sitze im hinteren Teil der überfüllten Straßenbahn. Wie jeden Morgen, wenn es zur Schule geht. Vielleicht ist das Ambiente nicht das schönste, dennoch verspüre ich in diesem gelb lackierten Ding ein gewisses Gefühl von Gemütlichkeit. Jeden Morgen neu. Ich weiß auch nicht so genau.
Vorsichtig nehme ich einen Schluck aus meinem warmen Thermobecher. Schwarzer Tee. Ich spüre, wie die heiße Flüssigkeit langsam durch mein Innerstes strömt. Eine angenehme Wärme breitet sich in meinem Oberkörper aus. Ich schaue durch das zerkratzte Fenster und erkenne auf der anderen Straßenseite frierende Passanten, die offenbar auf eine andere Linie der viel befahrenen Haltestelle warten. Ich fröstele innerlich beim Anblick dieser in der rauen Kälte stehenden Leute und nehme einen zweiten Schluck von meinem heißen Getränk.
Plötzlich geht ein spürbarer Ruck durch die Straßenbahn. Es scheint weiterzugehen. Von meinem Sitzplatz aus entdecke ich Tim, der in den vorderen Teil der Bahn eingestiegen ist. Er hat gravierende Schwierigkeiten zu laufen. Der enge Gang, der durch die stehenden Fahrgäste fast komplett blockiert ist, macht es ihm doppelt schwer. Unsere Blicke treffen aufeinander. Er versucht, sich zu mir durchzukämpfen. Jeder seiner Schritte scheint ihm einen dumpfen Schmerz durch den Körper zu jagen. Was hat er nur gemacht?, überlege ich.
„Ich bin gestern beim Basketballtraining umgeknickt. Und weil ich es nicht lassen konnte, habe ich weitergespielt und bin ein zweites Mal blöd auf meinem Fuß aufgekommen“, erklärt er mir etwas erschöpft, nachdem er sich mühsam durch die Straßenbahn gekämpft hat. „O Mann, das tut