Kompetenzorientierter Unterricht auf der Sekundarstufe I. Группа авторов
Auf dem Weg zur Kompetenzorientierung – ein kurzer Blick in die Fachgeschichte
3 Bildkompetenz: Kompetenzorientierung im Lehrplan 21, Fachbereich Gestalten
4 Planung, Durchführung und Auswertung von kompetenz orientiertem Fachunterricht
6 Ergänzende Bemerkungen zur Kompetenzorientierung
TEXTILES GESTALTEN | Pia Aeppli
Das Sweatshirt – Mein Sweatshirt
2 Kompetenzdiskurs im Textilen Gestalten
3 Kriterien für die Konstruktion kompetenzorientierter Lernaufgaben
5 Kompetenzorientierung im Textilen Gestalten – Das Sweatshirt
6 Begutachten – Beurteilen im Textilen Gestalten
BEWEGUNG UND SPORT | Ilaria Ferrari Ehrensberger und Ursula Baggenstos
Kompetenzorientierung im Sport unterricht der Sekundarstufe I
1 Einleitung: Kompetente Schülerinnen und Schüler im Sportunterricht
2 Der Kompetenzbegriff im sportpädagogischen Diskurs
4 Exemplarische Planung eines Unterrichtsvorhabens
ONLINE VERFÜGBARE ARTIKEL
MEDIENBILDUNG | Flurin Senn-Albrecht und Friederike Tilemann
«Mehr als nur klicken» – Medienkompetenz als Unterrichtsziel
http://mehr.hep-verlag.de/kompetenzorientierter-unterricht
1 Einleitung
2 Medienbildung als Aufgabe der Schule
3 Lernen über Medien – Lernen mit Medien
4 Medienkompetenz als Unterrichtsziel
5 Lehrpersonen brauchen mehr als Medienkompetenz: medienpädagogische Kompetenz
6 Medienbildung und Kompetenzorientierung
7 Medien lesen, beurteilen und gestalten lernen
8 Kompetenzorientierung in der schulischen Medienbildung am Beispiel des Infotainments
9 Fazit
SEXUALPÄDAGOGIK | Lukas Geiser
Die Sache mit dem Sex und der Liebe – Sexualkundlichen Unterricht kompetenzorientiert umsetzen
http://mehr.hep-verlag.de/kompetenzorientierter-unterricht
1 Sexualitätsbezogene Themenfelder und der damit verbundene Kompetenzerwerb
2 Wenn Werte und Normen mitspielen … Personale und soziale Kompetenzen
3 Das Spannungsfeld von Ressourcen, Kompetenzen und Performanz
4 Beispiele für die Praxis
5 Beurteilung von Kompetenz und Performanz im Kontext von Sexualität
6 Fazit
Einleitung
Einleitung
Kompetenzorientierung – ein Reizwort mit Potenzial
Der Begriff «Kompetenzorientierung» ist – nicht nur in der Schweiz und vor dem Hintergrund eines neuen kompetenzorientierten Lehrplans – in aller Munde. Er provoziert, polarisiert, verspricht aber auch Antworten auf ganz unterschiedliche pädagogische, didaktische und bildungspolitische Fragen.
Zum einen impliziert Kompetenzorientierung eine pädagogische und didaktische Antwort auf die Frage nach den richtigen Unterrichtsinhalten und -prozessen für eine zunehmend heterogene Schülerschaft. «Kompetenz» meint dabei das Wissen und Können einer Einzelperson, und der Leistungsfortschritt ist an einer individuellen Bezugsnorm orientiert. Binnendifferenzierung oder zumindest ein mit Heterogenität rechnender und daran ausgerichteter Unterricht muss demnach das Ziel sein. Nicht alles ist neu – das hat die Kompetenzorientierung auch nie für sich reklamiert –, und doch lohnt sich ein bewussterer Blick auf Kernelemente eines kompetenzorientierten Unterrichts, dessen grosse Chance der Fokus auf Unterrichtsqualität ist. Guter Unterricht thematisiert authentische und schülernahe Inhalte mittels kognitiv aktivierender Lernaufgaben, strebt eine Niveaudifferenzierung an, enthält Formen des kooperativen Lernens, der Partizipation und Verantwortung für das eigene Lernen, ist handlungsorientiert (verbindet also Wissen und Können) und auf transparente – möglichst individuell vereinbarte – Lernziele ausgerichtet. Kritisch gefragt werden darf, ob der Begriff «Kompetenz» diesen verschiedenen und schon länger bekannten Qualitätskriterien ein neues Gesicht oder einen Rahmen verleihen kann und somit – zum Beispiel durch neue kompetenzorientierte Lehrpläne und Lehrmittel – guten Unterricht tatsächlich begünstigt.
Zum anderen bietet Kompetenzorientierung mit der Forderung nach beschreibbarem Können, nach messbarem «Output» oder besser «Outcome» eine bildungspolitische Antwort auf die Frage der standardisierten Messung, der Vergleichbar-Machung von individuellen und institutionellen Leistungen und der damit verbundenen Steuerung, was gerne auch mit «Bildungsmonitoring» umschrieben wird. Dem oben erwähnten Zugang über eine individuelle Bezugsnorm steht also, quasi im krassen Gegensatz, eine kriteriumsorientierte und soziale Bezugsnorm gegenüber, indem – durchaus auch im Streben um Chancengerechtigkeit – mit «Bildungsstandards» versucht wird, sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Schulen – ja ganze nationale Bildungssysteme – miteinander zu vergleichen und damit nicht nur an sich selbst, sondern vor allem an der Leistung der anderen zu messen.
Aufbau und Absicht des Buches
Diese grosse Spannweite an positiven Erwartungen und kritischer Distanz bezüglich «Kompetenzorientierung»