DIE SEELE IM JENSEITS. Whitley Strieber

DIE SEELE IM JENSEITS - Whitley  Strieber


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das Haus seiner Urgroßmutter und Annes und Whitleys Blockhütte beide von Kiefern umstanden waren. Hmmm. Dann war wohl auch Susy Smith eine Swedenborgianerin …

      Aber die Sache wird noch interessanter und beweiskräftiger.

      Es zeigte sich, dass keines der beiden Medien etwas von Susy »hörte«, weder am Donnerstag noch am Freitag. Doch am Sonntag, um 5 Uhr morgens, wurde ein Medium (Suzanne Giesemann, Autorin zahlreicher Bücher, unter anderem Messages of Hope und Wolf’s Message) offenbar von Susy geweckt, die ihr handschriftlich mehrere Seiten Text diktierte. Suzanne tippte den Text sorgfältig ab und übergab ihn am Sonntagmittag Rhonda und mir. Die Informationen darin erwiesen sich als hoch beweiskräftig. Susy war dabei allerdings auf Material fokussiert, das nicht Anne betraf.

      An einem Punkt während des Readings fragte Suzanne: »Wer ist Anne?« Sie schrieb: »Ich empfange keine Antwort.« Danach notierte Suzanne aber: »Sie [Suzy] lenkt meine Aufmerksamkeit auf die Unterschenkel, als gäbe es dort ein Problem, vielleicht eine Venenentzündung oder Neuropathie. Dann zeigt sie mir, wie eine Person hinfällt oder ihr die Beine wegsacken. Dabei meint sie eindeutig eine andere Person, nicht sich selbst.«

      Natürlich haben viele ältere Menschen Probleme mit den Beinen. Doch die Art der Botschaft ließ mich vermuten, dass speziell Anne gemeint sein könnte.

      Also schrieb ich Whitley eine weitere eMail mit Suzannes Notiz und fragte ihn: »Könnte dieser Hinweis auf die Beine sich auf Anne beziehen?«

      Hier ist Whitleys Antwort:

      »Im Januar 2015 erlitt Anne einen Schlaganfall. Dadurch war ihr linkes Bein plötzlich gelähmt. Es passierte in einem Café. Ihr sackte tatsächlich das Bein weg, sodass sie hinfiel.«

      Das ist eine bemerkenswert spezifische Information. Bedenken Sie, dass zu diesem Zeitpunkt

      (1) Whitley nicht über die Identität des Mediums informiert war, also »blind« im Sinne eines Doppelblindversuchs, und dass

      (2) das Medium »blind« bezüglich der Identität der Verstorbenen war und lediglich deren Vornamen Anne kannte.

      Aber es wird sogar noch interessanter und beweiskräftiger!

      Medien wünschen sich ein Feedback, ob die Informationen, die sie empfangen haben, denn auch richtig und nützlich sind. Daher fühlte ich mich verantwortlich, Suzanne diese Bestätigung durch den trauernden, ihr unbekannten Witwer mitzuteilen.

      Ich schickte ihr am Dienstag eine diesbezügliche eMail, für die sie sich sehr bedankte. Außerdem schrieb ich: »Hallo Suzanne, es wäre schön, zusätzliche Informationen zu erhalten, die bestätigen, dass Susy dich besucht und dabei Anne mitbringt. Das könnte ein sehr aussagekräftiger Beweis werden.«

      Was dann ein paar Stunden später geschah, war höchst überraschend. Suzanne schrieb zurück:

      »Also, es ist etwas wirklich Interessantes und Unerwartetes passiert. Ich habe vorhin ein ziemlich anstrengendes Workout gemacht. Als ich mich anschließend auf die Couch in unserem Bus setzte und deine eMail las, wurde es um mich herum plötzlich dunkel, und ich dachte schon, ich werde ohnmächtig. Ich rief nach Ty, und dann wurde mir plötzlich klar, dass es ein Drop-in war … Es ging um das Thema deiner eMail. Ich tippte meine Eindrücke nieder. Ich schicke sie dir als Anhang. Sobald ich anfing zu tippen, ließen die Symptome nach. Schick mir bitte ein Feedback.«

      Was – ein ganzes Reading, möglicherweise von Anne? Natürlich öffnete ich den eMail-Anhang sofort, und viel von dem, was Suzanne dort notiert hatte, passte zu Anne. Dass ich das beurteilen konnte, lag daran, dass ich Die Seele im Jenseits am Dienstag gerade erst zu Ende gelesen hatte.

      Doch entscheidend war, wie Whitley die Informationen bewerten würde, und zwar anhand des Rating-Systems, das ich in meinem Labor entwickelt hatte. Das Folgende schrieb ich am Mittwochmorgen an Whitley:

      »Hallo Whitley, möglicherweise hat Anne gestern Abend das Medium kontaktiert! Die Nachricht des Mediums an mich füge ich als Anhang bei. Sie weiß nicht, wer Anne ist. Mein Eindruck ist, dass viele Merkmale sehr genau auf Anne passen. Ich bitte dich daher jetzt, jeden Punkt anhand der folgenden Sechs-Punkte-Skala zu bewerten.

0 = Die Aussage kann nicht bewertet werden (d.h. der Bewerter verfügt nicht über die notwendigen Informationen, um eine ehrliche und faire Bewertung vornehmen zu können).
1 = Ein eindeutiger Fehler (d.h. die vom Medium übermittelte Information ist bezüglich der betreffenden verstorbenen Person eindeutig unzutreffend).
2 = Sehr ungenau (d.h. die Information trifft nur sehr vage und allgemein zu).
3 = Möglicher Treffer (d.h. die Information trifft möglicherweise zu).
4 = Wahrscheinlicher Treffer (d.h. die Information kann als richtig betrachtet werden, lässt sich aber nicht völlig verifizieren).
5 = Eindeutiger Treffer (d.h. die Information ist eindeutig und nachprüfbar korrekt).
6 = Super-Treffer (d.h. die Information ist nicht nur nachprüfbar korrekt, sondern für den oder die Hinterbliebenen außerdem besonders bedeutsam und wichtig).

      Ergänze diese 0-6-Ratings bitte um jeweils einen Satz, in dem du deine Bewertung begründest. Damit zeigst du uns, dass du sorgfältig die Anleitung befolgst und über jedes Rating gründlich nachdenkst.«

      Während ich auf Whitleys Antwort wartete, ereignete sich etwas, das mich veranlasste, ihm noch eine zweite eMail zu schicken (deren Inhalt im nächsten Abschnitt beschrieben wird). Whitley antwortete dann auf meine zweite eMail und fügte seine Ratings bei:

      »Wow und super-wow! Ich füge die Bewertungen des Readings bei. Natürlich kann ich alle Ratings gut begründen, und ich habe ein klares Vorstellungsbild von der physischen Brücke empfangen, also dem Medium. Anne sagte mir gestern, diese Art der Kommunikation sei sehr einfach für sie, und ich sollte mit meinem ›Gejammer‹ aufhören (womit sie meine drängenden Bitten meinte, sie möge das Medium kontaktieren).«

      Von den 33 ihm von mir zur Bewertung vorgelegten Informationen bewertete Whitley 27 mit 5 oder 6 (d.h. als Treffer), was, konservativ geschätzt, einer Treffgenauigkeit von 81,8 Prozent entspricht. Wenn wir die 4 Vierer-Ratings hinzurechnen (wahrscheinliche Treffer), erhöht sich die Trefferquote auf 93,9 Prozent.

      Nur 2 der 33 Informationen wurden von ihm als Fehler eingestuft (Fehlerquote 6,1 %).

      Ist das nicht ein sehr überzeugendes Resultat für ein Doppelblind-Reading?

      In Whitleys Antwort gab es eine ungewöhnliche Formulierung. Er schrieb: »Dein Medium hat tatsächlich mit Anne kommuniziert. Wenn nicht, esse ich meine griechische Fischermütze!«

      Griechische Fischermütze? Whitley nahm damit Bezug auf einen Satz in Suzannes um 5 Uhr morgens erfolgtem Reading mit Suzy, der mir völlig unverständlich war. Gleich nach den von Suzy empfangenen Durchgaben, jemandem würden »die Beine wegsacken« und damit sei nicht sie selbst, sondern eine andere Person gemeint, erwähnte Suzanne Folgendes: »Suzy macht mich auf eine Mütze auf Garys Kopf aufmerksam. Es ist eine Art griechische Fischermütze oder eine Harley-Davidson-Mütze.«

      Ja, ich besitze eine Harley-Mütze (die ich nur selten trage), aber keine griechische Fischermütze. Daher hätte ich diese Information mit einer 1 oder


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