Ich bin ich - Wer sonst!. Maria Färber-Singer

Ich bin ich - Wer sonst! - Maria Färber-Singer


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      Dieser Tipp sollte sich als wegweisend für mich herausstellen. Schon bei unserem ersten Gespräch hatte ich das Gefühl, angekommen zu sein. Die Zeiten mit Greta Adolf-Wiesner fühlten sich an wie Urlaub auf einer kleinen, feinen Insel: inspirierend und sehr erholsam.

      Eines Tages teilte sie mir mit, dass sich ihre Arbeit weiterentwickelt habe und ob ich Interesse hätte, in der neuen Form mit ihr zu arbeiten. Dieses Angebot machte mich neugierig und ich stimmte freudig zu. Sie stellte sich auf mein Energiefeld ein und begann daraus zu lesen. Die Informationen kamen fließend aus ihr und jedes Wort berührte mich punktgenau. Noch bevor mein Verstand erfassen konnte, was sie sagte, spürte ich die Wirkung ihrer Worte in jeder Zelle meines Körpers. Sie brachten mich mit einer Maria in Kontakt, die mir viel näher stand als alle Marias zuvor. Eine Maria, die sich so frei, lebendig und lustvoll anfühlte, dass ich auf keinen Fall mehr auf sie verzichten wollte. Mein starkes Kontrollbedürfnis, verwaltet von einem überaus wachen und gut trainierten Verstand, konnte mich nicht (mehr) davon abhalten.

      So wurde mir bewusst, dass es eine Art von Freiheit gibt, die ich bis dahin noch nicht annähernd erreicht hatte: die bedingungslose Hingabe an mein kreatives Potential und somit an mich selbst. Ein Tor in eine vollkommen neue Welt öffnete sich und ich war bereit. Wie beim „Domino-Day“ brachte ein Spielstein den nächsten zu Fall: Alte Beziehungsmuster, tiefe familiäre Verstrickungen, eine sogenannte „psychosomatische“ Geschichte, kontrollierendes Denken und vieles mehr lösten sich auf und machten freudvollen, lustvollen und bunten Kreationen Platz. Und das Beste: Meine Sorge um die Welt hatte sich in Freude an der Welt gewandelt. Das, wonach ich immer gesucht hatte, war also ich selbst.

      Das Loslassen meiner Leidensgeschichten führte letztlich auch dazu, dass ich den Respekt vor dem Leiden komplett verlor. Mein psychotherapeutisches Expertinnendasein zerplatzte wie ein Luftballon bei einem Kinderfest. Hatte die „Expertin“ in mir die Menschen noch dabei begleitet, fit für die Welt zu sein, die sie vorfanden, so wollte ich sie jetzt dabei begleiten, sich eine Welt ganz nach ihren Wünschen zu kreieren. Freude pur!

      Ich fühlte mich wie ein Kind vor dem Weihnachtsbaum beim Auspacken der Geschenke. Vertrauen in mein Potential. Vertrauen in das Potential aller Menschen. Das ist es. Mit einem Mal konnte ich es ganz klar wahrnehmen: Alles ist da. Im Leben geht es um die Freude und um nichts anderes. Dass ich zuvor vieles gelernt und reichhaltige Erfahrungen mit dem menschlichen Verhalten machen konnte, beruhigte letztlich auch meinen alten Verstand und machte ihn kooperationsbereit für mein neues Sein. Heute gehe ich davon aus, dass, wer immer meine Nähe wählt, damit rechnen muss, heil zu werden.

      Dr. Greta Adolf-Wiesner entwickelte ihre Arbeit im Laufe der Jahre immer weiter, und der Kreis der Menschen, die sie auf dem Weg zu sich selbst begleitet, wird immer größer. Viele neue Projekte sind aus dieser lichtvollen Arbeit schon entstanden. Meine Dankbarkeit für sie und ihre Arbeit ist unermesslich. Durch diese liebevolle Begleitung war es mir möglich, mit jeder Herausforderung in dem Bewusstsein „ICH bin es“ zu wachsen und als Pionierin kompromisslos weiterzugehen. Meine Neugierde und mein Mut haben mich in meinen Himmel auf Erden geführt. Hier sitze ich jetzt, schreibe und freue mich darüber, meine Freude zu teilen. „Wirklich wichtige Ideen fallen als göttliche Vision in unsere Köpfe, und wer den Mut und die Begabung dazu hat, ist aufgerufen, sie auszudrücken“, schreibt Greta in der Einleitung zu ihrem Buch „Lichtfluss“ (2010, S.5). Ich bin bereit.

      Wenn ich die Erde und das Leben durch die Brille der Dankbarkeit betrachte, ist alles ein Wunder. Laufend entdecke ich Neues. Und mit jeder Entdeckung taucht ein Gedanke auf: „Wem erzähle ich das?“ In den letzten Jahren wurde der Wunsch in mir immer lauter, ganz aus MIR ein Buch zu schreiben. Kein wissenschaftlich korrektes Werk. Keines, in dem ich vor lauter Aufpassen, dass ich alles „richtig“ mache, meine Lebendigkeit verliere. Ein Buch der Freude, für mich, für Sie, für uns. Et voilà, hier ist es. Das Buch. „Unser Buch“, denn Sie und ich, wir haben es gemeinsam geschrieben. Erscheint Ihnen diese Vorstellung an dieser Stelle noch ein wenig fremd, so werden Sie beim Lesen immer sicherer, dass es so ist.

      In diesem Buch werden Sie daran erinnert, wer Sie – wirklich – sind, und Sie werden in dem Bewusstsein „ICH bin es“ so gestärkt, dass es Ihnen letztlich leichtfällt, ganz aus dieser Ebene heraus Ihr Leben zu gestalten. Und das ganz einfach, weil Sie keine Lust mehr haben, auf Wohlgefühle zu verzichten. Erlauben Sie es, dann führen Sie die Worte heraus aus dem einengenden Raum alter Gedanken hin zu einem neuen, freien und freudvollen Leben. Sie befreien Ihr Potential und gestalten Ihr Leben nach Ihren Herzenswünschen. Die Instanz, die Sie dabei erfolgreich begleitet, sind SIE selbst im Sinne von „ICH bin es“. „ICH bin es“ bedeutet: „Ich bin mir meiner selbst und der Tatsache bewusst, dass sich alles durch mich kreiert“ oder „Ich weiß, das Wunder bin ICH“.

      Den alten Verstand mit seinen konditionierten Gedankenmustern auflösen und einen neuen entstehen zu lassen ist eine große Herausforderung. Die Fähigkeiten unseres Gehirns sind so unendlich groß, dass ein Verstand, der seine Macht erhalten will, immer wieder neue Möglichkeiten dafür findet. Wie im Märchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“ frisst er Kreide und will uns weismachen, dass er neu ist, während er uns ein altes Muster im neuen Gewand anbietet.

      Dieses Buch unterstützt Sie dabei, den Respekt und die Angst vor Ihrem Verstand, dem Vater aller Ängste, zu verlieren, um sich selbst neu zu (er) finden. Mehr noch, Sie verlieren sogar Ihren (alten) Verstand und Sie freuen sich auch noch darüber. Keine Angst, Ihre grundsätzliche Fähigkeit, zu denken, verlieren Sie dabei nicht. Können Sie über den Einfallsreichtum und die unterhaltsamen Kunststücke Ihres konditionierten Verstandes lachen und staunen, haben Sie bereits die Schallmauer der Gewohnheiten durchbrochen und befinden sich auf dem besten Weg zu einem Leben, das aus der Freude neu geboren wird.

      Damit Ihnen das gelingt, brauchen Sie die Kooperationsbereitschaft Ihres alten Verstandes zumindest so lange, bis Sie erkennen, dass Sie Ihre Gedanken bestimmen und nicht er. Um Ihren Verstand zum Mitmachen einzuladen, beschreibe ich das eine oder andere Phänomen ausführlicher. Würde ich mich nur an Ihre Gefühle wenden, kann es leicht sein, dass er in den Widerstand geht und die erwünschten Veränderungen verhindert. Das kann ihm auch ganz leicht gelingen, wenn Ihnen nicht bewusst wird, wie er das macht.

      Die Absicht dieses Buches ist es daher nicht, (nur) Ihren Intellekt zufrieden zu stellen, sondern vielmehr, wirksame Worte und Inhalte für das Heil-Werden und für eine bewusste Lebensgestaltung zur Verfügung zu stellen. Ich lade Sie ein, sich von dem Text wie auf Wellen tragen zu lassen und die Worte als das wahrzunehmen, was sie sind: Energieträger für Wandel. Ich erlaube mir auch, Sie im weiteren Teil des Buches mit „Du“ anzusprechen. Dafür hatte ich mir schon eine sehr schöne Erklärung zurechtgelegt, die mir aber völlig abhanden gekommen ist. Sagen wir, ich mache es einfach, und ich vertraue darauf, dass es Sinn macht. An manchen Stellen verwende ich für das Du auch Großbuchstaben. Damit unterscheide ich das große Ich im Sinne von „ich selbst“ vom kleinen Ich, das auf die Vorstellung „Ich bin der Körper“ begrenzt ist.

      Dieses Buch begleitet Sie also auf Ihrer Reise zu sich selbst und ermöglicht es Ihnen, neue Erfahrungen im Verstand und im Körper zu verankern. Damit sind Sie in der Lage, über die (unbewussten) Gewohnheiten im Alltag immer wieder hinauszugehen und Neues entstehen zu lassen. Die so verankerten neuen Erfahrungen machen Ihnen bewusst, dass die Erfüllung Ihrer tiefsten Wünsche möglich ist und wie das geht. Das Neue auch auf der Ebene der Gefühle gut und bewusst zu verankern ist wesentlich, denn nur durch die Unmittelbarkeit dieser gefühlten Wahrheiten sind wir in der Lage, der Kraft lebenslang erfahrener Emotionen wie Angst und Zweifel entgegenzuwirken und sie aufzulösen. Der lustvollste Weg, Wandel zuzulassen, geschieht über den Humor.

      Als ich noch psychotherapeutisch tätig war, fragte mich eines Tages der Kollege, mit dem ich meine Praxisräume teilte, ob ich mir sicher sei, dass das, was ich mache, Psychotherapie ist, denn aus meinem Zimmer höre man immer wieder so ein lautes Lachen. Einige Wochen später hatte ich ein Gespräch mit einer Klientin, während eine andere im Warteraum saß. Nachdem das erste Gespräch beendet war, bat ich die nächste in mein Zimmer. Kaum hatte diese schwungvoll den Raum betreten, schleuderte sie mir streng und sehr ernst entgegen: „Warum lachen Sie mit mir nie? Ich will auch mit Ihnen lachen.“ Da wurde mir plötzlich bewusst, wie sehr ich mich bis dahin


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