Ich habe immer nur den Zaun gesehen. Ernst Heimes

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hab ick mir behalten.«

      Und schon kamen wir ohne Umschweife zu den Fliegergeschichten, dann zu den »eijentlichen deutschen Grenzen« und den »janzen Drückeberjern«, die »jarnich arbeiten wollen« nach Kreta, wo »ick vor zween Jahren jewesen bin.

      Mich wundert det, dat die Leute da jarnich jejen uns haben, die sind so friedlich zu uns Deutsche.« Er lachte.

      Im zweiten Weltkrieg, erzählte er, sei eine Partisanengruppe auf Kreta von der Bevölkerung eines kleinen Dorfes unterstützt worden. Dort habe man die Widerstandskämpfer vor den Deutschen auch versteckt. Das gesamte Dorf sei damals von den Deutschen »dem Erdboden gleich jemacht« worden, als das mit den Partisanen heraus gekommen sei. Das Dorf, sagte Schmitze, habe er bei seiner Reise wieder besucht.

      »Da steht jetzt keen einziet altet Haus mehr. Lauter neue Häuser.« Und dann lachte er wieder, der kleine Schmitze, und lieb und nett fragte er, ob ich ein Bier mit ihm trinke.

      »Ja gerne.«

      Mit wem, der hier über sechzig war, hätte ich denn ein Bier trinken können, hätte ich mit keinem Ex-Nazi eines trinken wollen? Also trank ich auch mit Schmitze. Er hatte so ein dummes, liebliches Opagrinsen in seinem runden Gesichtlein stehen, wenn er »dem Erdboden gleich jemacht« sagte.

      »Prost, Schmitze!«

      Ganz in der Nähe des Dorfes auf Kreta habe er ein deutsches Denkmal entdeckt. Damit habe das Deutsche Reich seinen tapferen Söhnen gedankt, die in Griechenlands Hitze ihr Leben für ihr Vaterland ließen.

      »Die Griechen haben det wahrscheinlich jarnich lesen können. Ick bin in ’en nächsten Ort jejangen, hab ’nen Blumentopf jekooft und hab den vor dat Denkmal jestellt.«

      Prost, Schmitze!

      Ich habe Ihren Brief an meinen KZ-Kameraden Ernest Gillen weitergeleitet. Er wird gerne bereit sein, Sie evtl. mit anderen Widerstandskämpfern in Verbindung zu bringen, schrieb mir der luxemburgische Minister für Justiz und Kultur, Robert Krieps. An diesen Worten erfuhr ich einmal mehr, dass Luxemburg nicht Deutschland, sondern ein völlig anderes Land ist, als das unsere.

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