Ich muss fast nichts und darf fast alles!. Richard Kaan

Ich muss fast nichts und darf fast alles! - Richard Kaan


Скачать книгу
/section>

      Impressum

      Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

      Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

      © 2021 Verlag Anton Pustet

      5020 Salzburg, Bergstraße 12

      Sämtliche Rechte vorbehalten.

      Lektorat: Anja Zachhuber

      Grafik und Produktion: Nadine Kaschnig-Löbel

      Coversujet: DenisProduction.com/shutterstock.com

       auch als gedrucktes Buch erhältlich: ISBN 978-3-7025-1003-9

      eISBN 978-3-7025-8078-0

       www.pustet.at

      Richard Kaan

       Ich muss fast nichts

      und darf fast alles!

      beschwingt altern

image

      Inhalt

       Einleitung

       leben

       Ach, wie ist das Leben schön!

       lernen

       Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans allemal

       laufen

       Das Leben besteht in der Bewegung

       lachen

       Lachen ist … wie ein Regenbogen zwischen den Schauern

       lieben

       Die Liebe an und für sich

       lösen

       Nicht bereit – aber vorbereitet

       lehren

       Wer nichts weiß, muss alles glauben

       Anmerkungen

       Dank

       Gebet des älter werdenden Menschen

      Oh Herr, Du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde.

      Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.

      Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.

      Lehre mich, nachdenklich (aber nicht grüblerisch), hilfreich (aber nicht diktatorisch) zu sein.

      Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu gelangen.

      Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu, und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.

      Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir die Krankheitsschilderungen anderer mit Freude anzuhören, aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen.

      Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann.

      Erhalte mich so liebenswert wie möglich.

      Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken, und verleihe mir, o Herr, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

      Teresa von Avila (1515–1582) zugeschrieben

      Zum Geleit

      Was macht das Thema „Alter“ so wichtig? Warum ist die Beschäftigung mit dem eigenen Alter schon frühzeitig ein Muss? Weil die Alten heute nicht mehr alt sind! Oder zumindest wesentlich später als noch vor 20, 30 Jahren.

      Die „Silver Ager“, „Best Generation“ oder „Alt-Hippies“ von heute lieben das Leben, geben deutlich mehr Geld aus als die Jungen und wollen etwas er-leben. Manche gehen wieder zur Uni, andere bereisen die Welt oder machen Sozialdienste und wieder andere wollen einfach weiterarbeiten. Sehr zum Missfallen der Gewerkschaft und auch vieler Unternehmen. Aber auch das schert sie wenig – wie so vieles.

      Richard Kaan beschreibt in sieben launigen und unterhaltsamen Kapiteln sein Credo: Wir Älteren dürfen fast alles und müssen fast nichts mehr. Wir dürfen verrückt sein, aber auch vernünftig, fleißig oder auch zeitweise zurückgezogen. Nur nichts machen, das dürfen wir nicht. Sonst verkümmern wir.

      Herzlich Ihr

      Hermann Scherer

      Einleitung

      Warum nur, warum?

      Jetzt sind Sie alt. Von Amts wegen alt. Das war die Botschaft, die ich von meiner Rentenversicherung erhielt, es geschah um meinen 65. Geburtstag herum. Ich könne im nächsten Monat in Ruhestand gehen, ließ man mich wissen. Ob ich länger arbeiten dürfe? Ja schon, aber …

      Fast genau zu dieser Zeit traf ich Greta, eine ältere Dame – entzückend und inspirierend –, die vor Leben nur so sprühte. Sie erzählte über ihre Erfahrung mit dem Altern, ich von der meinen. Nach ein paar intensiven Gesprächen während einer Veranstaltung fragte sie mich, warum ich denn kein Buch darüber schreiben wolle. Und das war’s – ich wollte.

      Auch ich hatte mich früher immer wieder einmal mit dem Thema „Alter“ beschäftigt. Zugehört, wenn beispielsweise manche meiner Alters-Kollegen stolz von ihrem Ruhestand berichteten, und habe dabei verwundert gelernt, wie viele Jahre die meisten nicht mehr arbeiteten. Wenn ich mich zudem noch in unserem Freundeskreis umsah, fanden sich einige, die plötzlich besonders viel auf Reisen waren. Andere, welche Ehrenämter annahmen und wieder andere, die einem Chor beitraten oder das Töpfern lernten. Also neuerdings Beschäftigungen nachgingen, für die sie früher wenig oder gar keine Zeit hatten.

      Demgegenüber las ich fast täglich in der Zeitung von Versicherungs-Mathematikern, die sich die Haare rauften – beim Nachdenken über den künftigen Umgang mit dem laufenden Älterwerden ihrer Kundschaft. Schließlich sei das durchschnittliche Lebensalter heute bereits bei über 80 Jahren und jedes Jahrzehnt kämen weitere 2 ½ Jahre dazu. Was zur Folge habe, dass ein Großteil der Berechtigten heute


Скачать книгу